Die Familie Quandt

Veröffentlicht auf von Heinz Pütter

Arbeit oder Tod KZ-Häftlinge (wie hier im Lager Dachau) und andere Zwangsarbeiter wurden von den Nazis dazu missbraucht, die deutsche Wirtschaft während des Zweiten Weltkriegs zu unterstützen. Sie wurden etwa im Straßenbau aber auch in zahlreichen Fabriken eingesetzt. Die Arbeitsbedingungen waren meist katastrophal. Wer sein Arbeitssoll nicht mehr erfüllen konnte, dem drohte der Tod.

Die Familie Quandt gehört zu den reichsten und einflussreichsten Familie Deutschlands und doch ist ihr Name vielen unbekannt.

Ihr Konzernimperium umfasst Unternehmen wie BMW, den Pharmariesen Altana und den Batteriehersteller Varta - dies sind nur die bekanntesten Firmen. Den Grundstein für die mächtige Stellung des Konzerns legte Günther Quandt als Begründer des Familienvermögens zum Teil in der Zeit des Nationalsozialismus.
Doch die Quandts verbargen bislang ihre Familiengeschichte und die Herkunft von Teilen ihres Vermögens. Die Firmenarchive blieben Journalisten und Historikern verschlossen. Die Quandts nutzten seinerzeit offenbar wirtschaftliche Vorteile, die der Nationalsozialismus ihnen bot. KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter ermöglichten Profite und den Konzernausbau. Das belegen unter anderem Aussagen Überlebender des Konzentrationslagers Hannover-Stöcken. Die Vermögenszuwächse, die die Quandts zwischen 1933 und 1945 erzielten, begründeten zum Teil auch den Aufstieg in der deutschen Nachkriegswirtschaft.

Quelle: http://www.arte.tv/de/70.html 

 "Das Schweigen der Quandts": Video über die Quandts

 

Familie Quandt bricht ihr Schweigen zur Hitler-Zeit: http://www.welt.de/wirtschaft/article13620319/Familie-Quandt-bricht-ihr-Schweigen-zur-Hitler-Zeit.html

Alles schön und gut, doch warum werden bei BMW bewusst Menschen ausgebeutet bei all dem Reichtum der Familie Quandt?? Die Familie Quandt hat eine schlimme Vergangenheit und müsste es wissen! Ist das viele Geld mir wichtiger als ein Menschenleben? Was will ein einzelner Mensch oder Familie mit so viel Geld und Macht? Was ist das für ein System was so etwas zulässt? 

Mit einer ehrlichen Beschäftigung kann man keine Reichtümer anhäufen. Reichtümer wachsen unter den Seufzern der Armen und Unterdrückten!!

Selten haben deutsche Großaktionäre so hohe Dividenden vereinnahmt wie in diesem Jahr.
Nach einer Rangliste der WirtschaftsWoche auf Basis von Geschäftsberichten, Hauptversammlungsunterlagen und Mitteilungen der Finanzaufsicht BaFin konnten die 50 größten deutschen Dividendenempfänger 2012 in Summe fast drei Milliarden Euro verbuchen. Elf Personen beziehungsweise Familien erzielten dem Bericht zufolge Dividenden oberhalb der 100-Millionen-Euro-Grenze.
Allein die Industriellenfamilie Quandt, die über 46,7 Prozent der BMW-Stammaktien besitzt, kommt gemeinsam auf Bruttodividendenerträge von rund 650 Millionen Euro. Interfamiliärer Spitzenreiter und Anführer der WiWo-Dividendenliste ist Stefan Quandt. Sein Paket an BMW bescherte ihm rechnerisch 240,92 Millionen Euro.
Stefan Quandts Mutter Johanna Quandt belegt mit 231,23 Millionen Euro Platz 2. Seiner Schwester Susanne Klatten brachten die BMW-Aktien 174,46 Millionen Euro, die des Carbonherstellers SGL weitere 3,78 Millionen Euro. Damit steht sie auf Platz fünf der Liste.
http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/rangliste-stefan-quandt-ist-deutschlands-dividendenkoenig/6929590.html
Ein Leiharbeiter bei BMW muss für seinen Hungerlohn hart arbeiten.
Ich bin Billigarbeiter bei BMW
... und baue den 3er in Leipzig für 8,15 Euro die Stunde. Flexibilität oder Lohndumping – die Bedeutung der Zeitarbeit in der Autoindustrie wächst. Im Leipziger BMW-Werk ist jeder dritte Arbeiter nur geliehen. Hier werden Menschen wie Material behandelt. Ein Leiharbeiter packt aus.
http://www.autobild.de/artikel/zeitarbeit-in-der-autoindustrie-220379.html
Insgesamt zehn Verfahren lagen dem Leipziger Arbeitsgericht vor, nachdem BMW zum 1. Januar 2012 gut 1.100 Leiharbeiter in einem bestehenden Arbeitsverhältnis weiter beschäftigen wollte. Der Betriebsrat verweigerte die Zustimmung zu den Arbeitsverträgen mit der Begründung, dass die Beschäftigungsverhältnisse auf Dauer angelegt seien und nicht dazu dienten, Auftragsspitzen abzufedern.http://www.welt.de/newsticker/news3/article108748609/Gericht-entscheidet-im-Streit-ueber-Leiharbeit-zugunsten-von-BMW.html 

Seit der Einführung von Hartz IV 2005 hat der Staat Niedrigverdienern mehr als 50 Milliarden Euro an Zuschüssen bezahlt. Der Staat sind wir, die ehrlichen Steuerzahler! Wir Steuerzahler machen die Reichen noch reicher.

Firmen nutzen Leiharbeiter laut einer Studie für Lohndumping: Zeitarbeiter bekommen in Unternehmen bei vergleichbaren Tätigkeiten teils nur die Hälfte des Lohns von Stammkräften, berichtet die "FAZ". http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/leiharbeiter-verdienen-weniger-als-stammkraefte-a-823662.html

Zufriedenheit stark gesunken Deutschen vergeht Lust am Job Hohe Arbeitsbelastung, schlechte Bezahlung: Die Deutschen gehen längst nicht mehr so gern zur Arbeit wie vor 25 Jahren. Nur im ehemaligen Ostblock ist man noch unzufriedener http://www.stern.de/wirtschaft/job/zufriedenheit-stark-gesunken-deutschen-vergeht-lust-am-job-1712516.html

Wir hatten eine Zeit, in der Arbeit noch etwas zählte, wo man für seinen Fleiß entlohnt wurde, was heute nicht mehr so ist. Da gibt es Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter entlassen und mit einem neuen Arbeitsvertrag für weniger Lohn wieder einstellen oder über eine Verleihfirma für sich arbeiten lassen. All das spaltet unsere Gesellschaft - und nicht nur das, es fließen auch weniger Gelder in die Sozialkassen. Deshalb müssen die, die noch gut verdienen, immer mehr zahlen und länger arbeiten und bekommen immer weniger an Rente! Es gibt Unternehmer und Konzerne, die sich durch diese Praktiken enorm bereichern, wir haben alleine in Deutschland über 100 Milliardäre, deshalb könnte man vieles machen wenn man nur will.

 

Hatte Karl Marx doch recht, als er die zerstörerischen Kräfte der Logik des Profits anprangerte? Das fragen heute selbst gutbürgerliche Zeitungen. Die sozialstaatliche Form kapitalistischer Ökonomie scheint nicht mehr zu halten, was sie versprochen hat. Getrieben durch die Finanzmärkte, so wird beklagt, bringt sie dramatische gesellschaftliche Verwerfungen hervor. Unter dem Druck der öffentlichen Verschuldung und der Eurokrise breiten sich in Europa Arbeitslosigkeit vor allem in der nachwachsenden Generation und prekäre Beschäftigungsverhältnisse  aus, Sozialleistungen fallen der Sparpolitik zum Opfer.

 

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