Finanzaffären in der katholischen Kirche

Veröffentlicht auf von Heinz Pütter

http://www.spiegel.de/images/image-98841-thumb-wgdd.jpgHeilige Scheine Prunksucht, Diebstahl, schwarze Kassen: Nach dem Missbrauchsskandal erschüttern nun auch noch Finanzaffären die katholische Kirche. Während an der Basis gespart werden muss, gönnen sich manche Bischöfe Luxus, Saus und Braus - oft auf Kosten der Steuerzahler.  

Banken im Besitz von katholischer und evangelischer Kirche locken Anleger mit ethisch sauberen Geldanlagen. Doch in Wahrheit spekulieren manche fromm beworbenen Fonds mit Tabak, Alkohol oder Glücksspiel. Selbst Rüstungsaktien finden sich im Portfolio. mehr... Forum ]

Kurz vor seinem Märtyrertod am 6. August im Jahre 258 wurde der Heilige Laurentius - der Legende nach - von römischen Christenverfolgern nach den »Schätzen der Kirche« ausgeforscht. Der unerschrockene Heilige, der als Diakon sämtliches Geld der jungen Christengemeinde noch rechtzeitig unter die Habenichtse verteilt hatte, antwortete: Die Schätze der Kirche — das sind die Armen.

Es hat etwas Geheimnisvolles, was am 16. November des Jahres 1965 vor den Toren Roms geschieht: 40 Bischöfe – Teilnehmer des Zweiten Vatikanischen Konzils – steigen in die Domitilla-Katakomben hinab und unterzeichnen einen Pakt. Sie wollen arm leben und für die Rechte der Armen streiten. Hunderte Bischöfe schließen sich an. Hat die Kirche ihren Auftrag vergessen?

Jesus Christus: Sammelt euch keine Schätze auf Erden! Jesus reinigt den Tempel (Johannesevangelium 2,13-17)

 

Kommentiere diesen Post