Papst-Rücktritt

Veröffentlicht auf von Heinz Pütter

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Benedikt XVI. tritt zurück - wegen seiner Gesundheit, aber wohl auch wegen Intrigen im Vatikan.

 Gianluigi Nuzzi hat zwei Bestseller über die Machtspiele im Vatikan geschrieben und die Kirche in schwere Krisen gestürzt. Ist dies mitverantwortlich für den Rückzug des Papstes? "Nur wer an Märchen glaubt, vertritt die Version, dass er ausschließlich aus Erschöpfung zurückgetreten ist", sagt Nuzzi. mehr...

http://www.spiegel.de/images/image-466323-breitwandaufmacher-ciew.jpg AFP

Weißer Rauch über der Sixtinischen Kapelle: Die Kardinäle haben einen neuen Papst gewählt
Wen haben wir da nur gewählt, der glaubt ja, was er predigt!", tuschelt man in der Kurie.

Der neue Papst überrascht die Welt mit Demut und einem sympathischen Hang zur Unabhängigkeit: Seine Koffer trägt er selbst, und lieber als Limousine fährt er U-Bahn. 

Zur Person des neuen Papstes, zeigt, dass die Menschen von dieser Institution noch viel erwarten. Zugleich aber wird der neue Papst mit übermenschlichen, geradezu messianischen Hoffnungen überladen.

Die gegenwärtige Form des Papstamtes ist ein Relikt aus mittelalterlichen und absolutistischen Epochen. Sie macht es unmöglich, heute einen Petrus-Dienst im ursprünglichen Sinn zu versehen.

Ein Franziskus auf dem Papstthron bleibt paradox, hat doch der arme Mann aus Assisi Konflikte mit den mittelalterlichen Kirchenfürsten ausfechten müssen über seinen Weg des einfachen Lebens. Er war alles andere als ein Papstfreund. Vor Ausgrenzungen wurde er nur bewahrt, weil der machtversessene Papst Innozenz III. damals träumte, gerade dieser arme Laie aus Umbrien könne die zusammenstürzende Kirche retten. Der Künstler Giotto die Bodone (1266-1337) hat diesen Traum meisterhaft ins Bild gesetzt. Ob sich Papst Franziskus in dieser Rolle wiederfindet? Angesichts der korrupten Strukturen im Vatikan, angesichts der enormen Probleme in der Seelsorge aufgrund des Priestermangels, angesichts des massiven Auszugs junger Menschen und von Frauen aus der Kirche wäre es naheliegend, davon auszugehen. Aber wird ein Papst aus dem fernen Argentinien, mit dem vatikanischen Hofstaat wenig vertraut, dieser Herausforderung gewachsen sein? mehr...

 

Der Papst spricht von einer Kirche der Armen, doch die Menschen heute leiden nicht nur an Armut, sie leiden auch an der Armut der Seele!!

 

Ich muss an so viele Menschen denken, die immer wieder im Kreise gehen, weil man ihnen nie beigebracht hat, endlich das Theologisieren und die Konzepte über das Göttliche aufzugeben, ebenso wie ihre diskursive Reflexion im Gebet und sich in die dunkle Nacht der Seele vorzuwagen; in die Wolke des Nichtwissens, von der alle Mystiker sprechen. Sie gehen durch das Leben und sammeln immer mehr Etiketten, so wie jemand, der immer mehr materielle Besitztümer anhäuft, die er doch nie gebrauchen kann.

Und genau so wenig sind Glaubenslehren über Gott dazu in der Lage, so wahr sie auch sein mögen. Sie sind imstande, einen Menschen zu einem religiösen Fanatiker werden zu lassen, aber sie werden die Bedürfnisse seines Herzens nicht befriedigen. "Weltliches Lernen wird bewerkstelligt durch Reflexion, Denkprozesse und Sprechen. Religion lernt man jedoch durch schweigende Meditation. Im Orient bedeutet Meditation, Dhyan, nicht Reflexion, so wie wir es im Westen verstehen, sondern das zur Ruhe kommen aller Reflexionen und allen Denkens. Die weltlichen Schulen spucken als Ergebnis kleine Wissenschaftler aus. Aus den religiösen Schulen gehen dagegen Meditierende hervor. Es ist tragisch, dass die meisten christlich-theologischen Seminare lediglich bewirken, dass der weltliche Gelehrte zu einem religiösen Gelehrten wird. Die weltliche Schule erfüllt die Aufgabe, Dinge zu erklären und damit Wissen zu schaffen. Die religiöse Schule jedoch lehrt den Menschen, Dinge in kontemplativer Weise zu betrachten und schafft so den Sinn für das Staunen und das Wunderbare. Der Mensch zeichnet sich im Prinzip durch eine tiefe Ignoranz, eine Ahnungslosigkeit aus. Sein weltliches Lernen räumt diese Ahnungslosigkeit nicht aus – es versteckt sie nur besser und gibt dem Menschen die Illusion, von etwas Ahnung zu haben. In der religiösen Schule wird diese Ignoranz, dies Ahnungslosigkeit enttarnt und bloßgestellt, denn in dieser Ahnungslosigkeit findet sich Gott. Aber nur wenige christliche Schulen gehen diesen Weg. Nur zu häufig wird die fundamentale Ahnungslosigkeit begraben unter weiterer, diesmal religiöser Wissenschaft."

Ein Guru, der von einem Schüler gefragt wurde, wie er es geschafft hätte, Gottes Nähe zu erreichen, antwortete ihm:"Indem ich mein Herz weiß gemacht habe durch schweigende Meditation und nicht indem ich Papier schwarz gemacht habe durch religiöse Schriften." Und auch nicht, können wir hinzufügen, indem wir die Luft dicht und stickig machen durch Konversation über Spiritualität."

Anthony de Mello

Anthony de Mello war Jesuitenpriester und spiritueller Lehrer

Die Menschen fragen danach, wie sie Gott finden können? Die Antwort ist HIER. WANN werden sie ihn finden? Die Antwort ist JETZT. WIE werden sie ihn finden? Die Antwort ist, schweige, geh in die Stille und schaue."

 

Ein Behördenvertreter fragte mal den großen Meister Rinzai, ob sich das Geheimnis der Religion in einem einzigen Wort ausdrücken lasse. "Stille", sagte Rinzai. Und wie gelangt man zu Stille? "Meditation" Und was ist Meditation? "Stille"

 

"Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin!".

"Seid stille und erkennet, dass ich das SELBST bin.

 

Meditation ist ein Zustand der Wachheit. Man muss nicht in Meditation sitzen, es gibt andere Formen der Meditation. Es gibt auch die Meditation beim Innehalten, beim Gehen, beim Tun, bei der sexuellen Aktivität. Das ist der Zustand der echten Wachheit. Wenn wir in diesem Zustand gehen, atmen wir in jede Blume, fliegen wir mit jedem Vogel, fühlen das Knirschen unter unseren Füßen. Wir finden Schönheit und Weisheit. Denn Weisheit findet sich, wo immer Schönheit zur Form gelangt. Und Schönheit gelangt überall zur Form, gestaltet sich aus allem Stoff des Lebens. Wir brauchen nicht danach zu suchen. Es kommt auf uns zu.

Wenn wir in diesem Zustand etwas tun, verwandeln wir jede Aktivität in Meditation und somit in ein Geschenk, in eine Opfergabe- von uns an unsere Seele und von unserer Seele an das Alles. Alles was wir tun, genießen wir. Lächeln wir viel, weil wir um dieses Wissen wissen, weil es sich gut anfühlt, weil unser Herz ein Geheimnis weiß. Lächeln wir viel. Es wird heilen was immer uns quält.

Atme, machen wir lange und tiefe Atemzüge. Atmen wir langsam und sanft. Atmen wir das weiche süße Nichts des Lebens ein, so voller Energie, so voller Liebe. Es ist Gottes Liebe, die wir ein- und ausatmen. Atme sehr, sehr tief, und die Liebe wird uns zum Weinen bringen. Aus Freude.

Denn du bist deinem Gott begegnet, und dein Gott hat dich zu deiner Seele geleitet.

Wer eine solche Erfahrung einmal gemacht hat, für den ist das Leben nie wieder dasselbe. Menschen sprechen davon, >>auf dem Gipfel<< oder in vollkommener Ekstase gewesen zu sein. Ihr Seinswesen hat sich für immer verändert.

Denke wir immer daran, die Stille birgt die Geheimnisse. Und so ist der süße Klang der Klang der Stille. Das ist das Lied der Seele.

Wenn wir an das Lärmen der Welt glauben statt an die Stille der Seele, sind wir verloren. Das Lied der Seele kann auf viele Weisen gesungen werden. Der süße Klang der Stille kann oft vielfältig vernommen werden. Manche hören die Stille im Gebet. Manche singen das Lied in ihrer Arbeit. Manche suchen die Geheimnisse in stiller Kontemplation, andere in einer weniger kontemplativen Umgebung. Wenn die Meisterschaft erlangt ist oder auch nur periodische Erfahrung ist, kann der Lärm der Welt selbst inmitten all des Getöses verstummen, könnten die Ablenkungen zum Schweigen gebracht werden. Alles Leben wird dann zur Meditation.

 

Alles Leben ist Meditation, in der du das Göttliche betrachtest. Das wird echte Wachheit oder Achtsamkeit genannt. Alles im Leben ist, wenn es so erfahren wird, gesegnet. Es gibt keine Kämpfe und Schmerzen und Sorgen mehr. Es gibt nur die Erfahrung, die du benennen kannst, wie immer du möchtest. Du kannst dich dazu entscheiden, das alles als Vollkommenheit zu bezeichnen.

 

Also nutze dein Leben und alle Ereignisse darin als eine Meditation. Geh in die Wachheit, nicht als einer, der schläft. Bewege dich mit Achtsamkeit, nicht achtlos, und verzweifele nicht in Zweifeln und Ängsten, nicht in Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen, sondern lebe in permanentem hellen Glanz und in der Sicherheit, dass du zutiefst geliebt bist. Du bist immer eins mit Gott. Willkommen zu Hause.

Wir sind alles, was ist, alles, was je war, und alles, was je sein wird, Welt ohne Ende.

Wir müssen weder Gott suchen noch uns selbst finden, alles ist schon in uns, in unserem Herzen.

10. Gesang Yoga der Offenbarung. Krishna sagt, dass der „Himmlische“ die Seele der Welt sei und in aller Wesen Herz zu finden sei. http://de.wikipedia.org/wiki/Bhagavad_Gita

Arjuna bin ich als Mensch, ja ich bin Arjuna, sowie ich im SELBST, der Einheit mit Gott, alles auch selbst bin!!

Den Höhepunkt der Selbstmitteilung Jesu im Johannesevangelium bilden die so genannten Abschiedsreden (14–17 EU), in denen Jesus die Einheit mit Gott auch seinen Jüngern verspricht. Der Paraklet werde ihnen die Erkenntnis bringen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir, und ich bin in euch.  http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelium_nach_Johannes

 

Die mystische Dimension in der Schöpfungsspiritualität der Hildegard von Bingen
http://www.abtei-st-hildegard.de/?p=1712
Offenbarung 21, 1-5
„O Mensch, schau den Menschen an! Der Mensch hat nämlich Himmel und Erde in sich. Er ist eine Gestalt, und doch ist in ihm alles verborgen.“ (Causa et curae S. 6)

 Alls ist in uns, in der Seele der Welt, in unserem Herzen. Auch der Spirit, der in allem wohnt. Die Chinesen nennen ihn Chi, die Japaner Ki, die Inder Prana. Man kann ihn nicht sehen, man kann ihn nicht messen, man kann ihn nicht nachweisen. Aber viele können ihn spüren. Die Sensibilität dafür zu entwickeln ist das Lebensziel der Naturvölker, deren Lebenssinn nicht um die Frage kreist: »Was kann ich haben?«, sondern: »Was sollte ich sein?« Für sie ist die Antwort klar: ein Teil des »Gro­ßen Geistes«, der die Quelle des Lebens und der Identität jedes Einzelnen ist.


"Wir sind alle Buddhas, doch wir wissen es nicht." Aus Unwissenheit erleben wir Leid, obwohl die Natur unseres Geistes zeitlose höchste Freude ist.
In den folgenden Erklärungen spannte Buddha den Bogen von der Darstellung der Begrenztheit allgemeiner Erfahrung bis hin zu Befreiung und Erleuchtung. Buddhas Aussagen sind:
http://www.buddhismus-schule.de/inhalte/edlewahrheit.html

Rückkehr ins Herz
Um die Nähe zur Natur intensiv zu spüren, suchen Naturvölker die Stille, denn schweigen sei wichtiger als sprechen. »Wir müssen versuchen, das Geschwätz der äußeren Umwelt, das uns vereinnahmen will, abzuschalten, um die Stille unseres eigenen Seins zu hören«
Die meisten der eingeborenen Stämme dieser Erde, ihre Führer, Schamanen und Medizinmänner machen nur eins: Sie warten darauf, dass wir aufwachen und dass wir uns daran erinnern, wer wir sind und warum wir hierher gekommen sind.

Sie tun dies in der Hoffnung, dass wir uns nicht mehr von unserem Verstand leiten lassen, sondern von unseren Herzen. Denn der innere Raum unserer Herzen ist mit dem äußeren Raum dieser Erde verbunden. Das Herz des Menschen kann schon bald mit dem Herzen der Erde und der Sonne im Einklang schwingen. Dies wird ein erhebender Moment sein. Hier ist der Ort der Einheit, der Schöpferkraft, hier hat die Seele ihren Sitz und hier ist der Ort der Befreiung.
So wie die Erde sich erneuert, erlebt auch jeder Mensch eine Neugeburt seines Seins. Allerdings stecken wir gemeinsam noch im Geburtskanal, den es erst noch zu durchgleiten gilt - natürlich mit den dazugehörigen Wehen. Das ist der Punkt, an dem sich die Welt befindet und die eigene Enge kann wahrscheinlich jeder in sich spüren.
Jede Krise - egal auf welcher Ebene - global, politisch oder persönlich, ist auch immer eine Krise des Bewusstseins - eine Krise von Bewusstsein, dass sich getrennt von Allem anderen wahrnimmt. Die Krise ist in uns, tief in unserer Seele und nicht außerhalb.  

 

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Unbedeutend 10/26/2013 11:50

die reichen sind die die die Schuld tragen am leid der menschheit aber wir müssen alle mal vor Gott tretten der alle für gleich erachtet egal ob reich oder arm also denkt drann nichts ist von
Ewigkeit auf dieser Welt ihr die das Leid auf dieser Welt zu verantworten habt um euer jämerliches dasein so schön wie möglich zu gestalten und doch nicht glücklich seit Ich liebe Gott von ganzen
Herzen