Reichtum durch Arbeit ist etwas für Anfänger

Veröffentlicht auf von Heinz Pütter

 

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Die Reichen werden reicher. Doch in Kindergärten, Schulen, Universitäten, Pflegeheimen, Jugendhäusern oder für Maßnahmen gegen Armut fehlt es an Geld. Die Staaten verschulden sich immer mehr – doch ihre Schulden sind nur das Spiegelbild der wachsenden privaten Vermögen. Weltweit bunkern etwa 100 000 Personen 21 000 Milliarden Dollar in Steueroasen, während eine Milliarde Menschen von einem Dollar am Tag leben. Die Konzentration von mehr Reichtum in wenigen Händen ist eine Gefahr. Sie spaltet die Gesellschaften immer tiefer in Gewinner und Verlierer. Und sie macht es immer schwieriger, die zunehmenden Probleme zu lösen!

.Ab wann ist man reich? Wenn man den Spitzensteuersatz zahlen muss? Wenn man Porsche fährt? Oder zum Urlaub auf die Malediven fliegt?

Vergessen Sie’s! Wahren Reichtum misst man nicht in Automarken, Urlaubszielen und auch nicht in Löhnhöhen. Solch naives Mittelschichtsdenken amüsiert die Oberschicht nur. Der Abstand der vermögenden Klasse zur Mitte der Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren nicht einfach nur vergrößert. Er hat Dimensionen erreicht, mit denen die alten Bilder und Vergleiche nicht mehr mithalten. Wir brauchen neue Vergleichsmaßstäbe, um die Verteilung des Reichtums erfassen zu können.
Dem reichsten einen Prozent der Deutschen gehören 35,8 Prozent des Vermögens. Nach Angaben des deutschen Bankenverbandes haben die Deutschen erstmals mehr als 10 Billionen Euro Vermögen angehäuft. Ohne all http://cdn4.spiegel.de/images/image-203007-panoV9free-jrbm.jpgdas Schwarzgeld und Vermögen was im Ausland liegt und nicht erfasst ist.
Die Deutschen besitzen mehr als 10 Billionen Euro Vermögen. Meist in Form von Geld und Immobilien. Diese Summe ist genauso hoch wie die Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder! Und diese Rechnung ist sogar noch konservativ aufgemacht... Sachanlagen jenseits der Immobilien wie zum Beispiel Autos, Antiquitäten, Schmuck oder Kunstsammlungen sind hier noch gar nicht enthalten. Das Geldvermögen an dieser Summe macht allein 4,7 Billionen Euro aus!

Zum Vergleich: Dieses Vermögen ist so groß wie die Staatsschulden aller 27 EU-Mitglieder zusammen.

Staatsverschuldung in Deutschland: 2074 Mrd. €

Das alles und noch viel mehr gönnt das Volk seinem Geldadel. Voraussetzung ist allerdings: Der Reichtum muss durch Leistung selbst erarbeitet werden. „Die einzig akzeptierte Legitimation für Reichtum in unserer Gesellschaft ist die Leistung“, sagt der Reichtumsforscher Wolfgang Lauterbach. Die entscheidende Frage lautet: Ist die Geldelite auch die Leistungselite?

Nicht ihre Leistung hat den Reichtum der Besitzenden in neue Dimensionen katapultiert, sondern Profite aus ihren Kapitalgeschäften. Die erregte Öffentlichkeit stürzt sich auf die Manager, weil sie bekannt und sichtbar sind. Doch nur fünf Prozent des einen Prozents sind Manager. Die meisten Vermögenden verstecken sich hinter unscheinbaren Toreinfahrten und bleiben unsichtbar.

Für die Geldelite könnte die Debatte gar nicht besser laufen. Wegen der Fixierung auf das Einkommen bleibt die wahre Reichtumsverschiebung beinahe unbeachtet: „Die Vermögenskonzentration hat in den letzten Jahren weiter zugenommen“, sagt Markus Grabka vom DIW in der nüchternen Sprache des Wissenschaftlers. Was er und seine Kollegen nachweisen können, ist eine wahrhaft revolutionäre Umverteilung nach oben: 1970 gehörten dem reichsten Zehntel der Gesellschaft 44 Prozent des gesamten Vermögens. Ihr Anteil ist inzwischen auf über 66 Prozent angewachsen. Der Vermögensschatz der Deutschen ist seit 1970 deutlich gestiegen. Der Zuwachs landete jedoch vor allem bei denen da oben.

Zur Erinnerung: Auch 1970 herrschte in der Bundesrepublik kein Kommunismus, sondern eine funktioniernde Marktwirtschaft mit deutlicher Ungleichheit.
Quelle: http://der-oekonomiker.blogspot.de/2012/04/standpunkt-207-reichtum-fur.html

Selbst wenn die Geldelite die Staatsverschuldung tilgen würde, wäre man immer noch reich genug. Lieber buckeln wir uns alle kaputt und schlagen uns die Köpfe ein und der Euro und Europa war nur ein Traum und bricht zusammen. Wir brauchen einen Schnitt und einen Neuanfang in Europa. Doch erst muss alles zusammenbrechen, erst dann werden wir wach!!

Es gibt genug Reiche auch in Italien, Griechenland, Spanien und Frankreich, die helfen könnten. 

 

Das Bild der angeblich bankrotten Regierungen vieler Länder Europas täuscht. Betroffen sind dabei eben nur die Regierungen – aber nicht die Bürger. Die schwimmen geradezu im Geld. Auch und gerade in Deutschland! Banken, Unternehmen und Anleger haben momentan ein Luxusproblem: Sie wissen nicht, wohin mit ihrem Geld! Alle Welt zittert vor den hoch verschuldeten Peripheriestaaten wie Italien, Spanien oder Griechenland. Doch die hohe Verschuldung ist nur die eine Seite der Medaille. Was praktisch alle übersehen: Die Bürger dieser Staaten haben oftmals die höchsten privaten Nettogeldvermögen. Wie kann das sein? Nun, diese Entwicklung ist schlichtweg eine Folge der "Brot und Spiele"-Politik dieser Staaten: Um ihre Staatsausgaben wieder ins Lot zu bekommen, haben Länder wie Italien oder Griechenland nicht etwa die Steuern für die Reichen erhöht. Stattdessen haben sie billige Euro-Schulden gemacht, um die weniger Wohlhabenden ruhigzustellen.

Das Vermögen wurde also nicht „wegbesteuert“. Leider ging diese Spekulation nicht auf. Umso schlimmer sind die Folgen – denn die Reichen verlassen scharenweise das Land. Oder bringen zumindest ihr Geld ins Ausland: In Griechenland gingen vielen Banken zeitweise die großen Banknoten aus. Wer mehr als 600 Euro abheben wollte, wurde wieder nachhause geschickt! Und prompt führte diese Praxis zu einer enormen Unruhe in der Bevölkerung. Griechenland ist auf dem Weg in ein Dritte-Welt-Land. Portugal, Irland und weitere Länder stehen kurz davor, über die Klinge zu springen. Mehrere spanische Banken sind schon wieder so marode, dass sie mit einem staatlichen Bailout gerettet werden müssten. Geld, das der spanische Staat nicht hat. Und die Anleihezinsen Spaniens sind schon wieder da, wo sie vor dem Bailout auch standen. Frankreich ist mit seiner neuen 75%igen Reichensteuer auf dem Weg zurück in den Sozialismus.

Warum die aktuelle Wirtschaftskrise systembedingt unabwendbar kommen musste: http://www.sein.de/........

Die großen Geldvermögen haben nur Bestand, wenn der kleine Mann an das zugrunde liegende Geldsystem glaubt. Ohne den Glauben der Straße wird jedes Geldsystem und damit jedes Geldvermögen schnell zu Makulatur.
Diejenigen an der Spitze der Einkommenspyramide täten gut daran, dem “gemeinen” Volk mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Der Besitz von Vermögen allein qualifiziert nicht automatisch zu einem hohen Einkommen, wenn Wissen, Fähigkeiten und Verantwortung (für das Gemeinwohl) nicht gleichsam entwickelt sind. Leistungslose Einkommen werden es in Zeiten von Negativzinsen und wachsendem Zweifel am bestehenden Geldsystem immer schwerer haben zu bestehen.
Wird der kritische Punkt erreicht, an dem die Mehrheit erkennt, dass für sie ein gutes Leben unerreichbar bleibt, gefährdet das nicht nur die sozialen Zusammenhänge, sondern auch die Grundlage unserer Demokratie.

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Kiat Gorina 09/08/2012 08:07

So ist es: Die meisten Menschen vergessen, dass ihr Leichenhemd keine Taschen hat! Was bleibt von einem Menschen übrig? Bei wenigen Menschen bleibt ein Andenken übrig. Da denken nachfolgende
Generationen an sie. Entweder voller Achtung oder voller Schrecken. Einmal kam ein Kunde zu mir und prahlte: "Ich bin ab heute Millionär!" Ich: "Und was machst du jetzt?" - "Ich kaufe mir ein
tolles Auto!" - Und was hast du davon?" - "Da werden die Nachbarn neidisch sein!" - "Und wenn du mal gestorben bist?" - "Dann ist doch alles aus!" - "Willst du nicht, dass Menschen auch nach deinem
Tod sich in gutem Sinne an dich erinnern? Das sie voller Achtung von dir erzählen?" Da ging er missmutig ...

Heinz 09/07/2012 17:47

Ich frage mich jeden Tag wofür braucht ein Mensch so viele Millionen an Euro. Es gibt Reiche die jeden Monat ein Schloss bauen könnten, also reicher sind als mancher König je war. Wenn dann noch
gejammert wird, habe ich noch Mitleid und möchte noch für diese Menschen spenden damit sie noch mehr bekommen. Wir sind mit nichts auf diese Welt gekommen und werden uns nichts mitnehmen können. Ob
der Mensch es jemals versteht? Ein System was solche Zustände zulässt, ist ein ausbeuterisches System. Ein System was nicht förderlich ist, was Armut und Hunger zulässt, durch das Kinder jeden Tag
sterben müssen und man schaut nur hilflos zu. Regiert uns ein System oder regieren wir Menschen uns? Ich möchte nicht das ein System und damit Geld Macht über mich hat. Ich bin immer noch ICH und
nicht ein Sklave des Geldes.

Kiat Gorina 09/05/2012 11:32

Diese Reichen sind ganz arm dran. Grund: In Berlin fahren sie mit ihren gepanzerten Autos zum Einkaufen und hocken in ihren bewachten gated areas. Was für ein Leben :-((
Übrigens, dein Blog gefällt mir, ich werde öfters vorbeischauen.