Stehen die USA vor der Pleite?

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Die gegenwärtigen USA werden als "räuberischer Staat" definiert, der selbst massive Industrie- und Außenhandelsdefizite aufweist, aber die Finanzen und Produkte aller anderen Staaten quasi wie ein Schwarzes Loch aufsaugt und seinen Reichtum im eigenen Land zu Lasten der Minderheiten und unteren Schichten ungerecht an eine superreiche antidemokratische Oberschicht umverteilt.

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Den USA drohen wegen ihrer Neuverschuldung Konsequenzen an den Finanzmärkten: Die Rating-Agentur Standard & Poors spricht von einer 33-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass das Land seine Top-Bewertung verliert. mehr....

16.01.2011: Stehen die USA vor der Pleite?

Die Schuldenkrise erfasst die USA, Anleger verlieren das Vertrauen in die Finanzpolitik Washingtons. Jetzt hat Pimco, der größte private Anleiheninvestor der Welt, im großen Stil US-Schuldenpapiere verkauft. Zuvor hatten Rating-Agenturen bereits die US-Regierung ermahnt.

Hamburg - Europa leidet seit Monaten unter den maroden Staatshaushalten mancher Euro-Länder - doch auch Amerika steuert auf eine Schuldenkrise zu. Das Vertrauen in die Bonität der US-Regierung schwindet zusehends. Inzwischen verkauft sogar das Unternehmen Pimco im großen Stil US-Staatsanleihen.

Das Debakel ist noch schlimmer als in der Euro-Zone: Viele US-Bundesstaaten können ihre gigantischen Haushaltslöcher nicht mehr stopfen, insgesamt fehlen 125 Milliarden Dollar. Jetzt droht der historische Ernstfall - der Bankrott. mehr...

 

USA 2011: Noch nicht einmal für die öffentliche Ordnung ist noch Geld da:Der Polizeichef von Oakland, Anthony Batts, hat im vergangenen Jahr das Unfassbare angekündigt: Weil er hunderte von Polizisten aus Geldmangel entlassen musste, kann die Polizei eine ganze Reihe von schweren Strafaten nicht mehr verfolgen. Dazu zählen, Einbruch, Diebstahl, Vandalismus ... In einigen Gebieten der USA werden bereits Asphaltstraßen in Schotterpisten umgewandelt, weil niemand mehr den Unterhalt der Straßen bezahlen kann. Kaum zu glauben, aber wahr: In Kansas City müssen 50% aller öffentlichen Schulen geschlossen werden. Mit anderen Worten: Die USA sind in vielen Teilen schon so arm, dass sie nicht einmal mehr die Kinder zur Schule schicken können. Die Immobilienkrise hat bis jetzt schon in den vergangenen Monaten und Jahren Rücklagen für die Rente in Höhe von 6,6 Billionen Dollar vernichtet. Und darin ist die neue Welle der Immobilien- und Kreditkrise noch nicht einmal eingerechnet. Das heißt: Die kommende Rentner-Generation wird bitterarm sein. Ein Volk, das sich nichts mehr leisten kann. 

Wenn die USA fallen, fallen wir mit. Zu abhängig ist Deutschland von den Exporten in die USA. Wenn die USA crashen, crashen wir mit.

Superoptimismus als Crashindikator 

Liebe Leser,
trotz aller Krisenanzeichen kennt der Optimismus von Banken, Anlegern und Experten heute anscheinend keine Grenzen mehr. Nun behaupten Ökonomen der Standard Chartered Bank, dass wir seit der Jahrtausendwende in einen "Superzyklus" eingetreten seien, der mehrere Generationen dauern und starkes Wachstum bringen werde.

Das Wachstum soll dabei höher ausfallen als in der Gründerzeit von 1870 und Reichtum bis 2030 oder sogar bis ins Jahr 2050 bringen.
Ähnlich optimistisch fällt seit 2 Jahren der Anteil der Investoren aus, welche mit steigenden Kursen an den Börsen in den nächsten sechs Monaten rechnen – heute sehen wir hier die längste Phase des Optimismus und den größten Anteil an Optimisten seit Beginn der Umfrage im Jahr 1987.

Auch die Aktien haben eine Hausse hinter sich, die es nur selten in der Geschichte gegeben hat: Der US-Leitindex S&P 500 hat in weniger als zwei Jahren seinen Wert verdoppeln können. Damit haben die Aktien so schnell angezogen wie zuletzt 1937, als sich der Aktienmarkt nach der großen Depression erholte.
Was sich zunächst alles sehr optimistisch anhört, verschweigt jedoch die Tatsache, dass 1937 die Wirtschaft so schnell wuchs, weil die Rüstungsindustrie auf Hochtouren lief, was uns nur 2 Jahre später den Zweiten Weltkrieg bescherte. Genauso ist ein Superwachstum bis zum Jahr 2030 oder 2050 heute allein deshalb gar nicht möglich, weil bei einem stark steigenden Verbrauch, bis dahin schon die Energiereserven und Rohstoffe aufgebraucht sein werden.
Diese ganzen optimistischen Meldungen erinnern an eine Zeitungsmeldung einen Tag vor dem großen Aktiencrash 1929 der lautete: "Alle werden reich werden" – doch kaum jemand wurde reich, sondern es folgte die lange, große Depression, welche zu einer beispiellosen Verarmung führte. Bisher waren solche Jubelmeldungen meist der Vorbote eines Crashs: Egal ob im Jahr 1929, 2000, 2008 – immer kam es kurz vor dem Einbruch zu einer Häufung von überschäumendem Optimismus.
Angesichts unseres instabilen Finanzsystems kann es meiner Ansicht nach gar nicht anders kommen, als zu einem neuen, gewaltigen Zusammenbruch – auch wenn nun erst einmal nochmals die Börsen durch Spekulation nach oben getrieben werden.
Herzlichst Ihr
Günter Hannich

Über diesen Blog

  • : Droht uns eine Apokalypse?
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  • : Apokalypse Gesellschaft
  • : Geht die Welt unter – und wenn ja, warum? Die Apokalypse des Denkens ist schlimmer noch als die eigentliche Katastrophe. Wenn wir in eine düstere Zukunft blicken, wird sie auch eintreten. Wir leben in einer noch viel größeren Welt, als wir gemeinhin annehmen. Und wir können diese Welt gestalten! Unsere westliche Konsumkultur, unser lebensverachtendes wirtschaftliches Wettrennen stellen doch nur eine winzige Nische innerhalb unserer Möglichkeiten dar.
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