Wer hat, dem wird gegeben

http://www.spiegel.de/images/image-161362-panoV9free-jeul.jpgGehältervergleich der Industriestaaten

Deutschland ist Lohnminus-Meister

Deutschland belastet Arbeitseinkommen sehr hoch

Die nominale wie auch die tatsächlich bezahlte Steuer- und Abgabenbelastung von Löhnen beträgt seit Jahren fast 50%; sie resultiert aus:

• Sozialbeiträgen der Arbeitgeber von rund 20%,

• Sozialbeiträgen der Arbeitnehmer von knapp 15% und einer

• Steuerbelastung von rund 15%.

Noch gar nicht berücksichtigt sind hier zusätzliche Belastungen zur Sanierung des Staatshaushalts wie die Mehrwertsteuererhöhung, Kürzung des Sparerfreibetrags und Abschaffung der Eigenheimzulage.

Die deutsche Wirtschaft ist von 1998 bis heute gewachsen. Die Arbeitnehmer
profitierten davon nicht, ihre Löhne sind – preisbereinigt – konstant geblieben. Den gesamten Zuwachs bekamen Unternehmens- und Vermögenseinkommen, die um 30% gestiegen sind. 

Deutschland belastet Unternehmens- und Vermögenseinkommen sehr niedrig

Die tatsächlich bezahlte Steuerbelastung von Einkommen aus Unternehmertätigkeit und

Vermögen beträgt mit deutlich unter 20% nur gut ein Drittel der Belastung von Lohneinkommen.

Gemäß EU-Angaben hatte Deutschland (neben Griechenland) in 2004 die niedrigste tatsächlich bezahlte Steuerbelastung für Unternehmens- und Vermögenseinkommen in den EU-Ländern und seit 1995 (neben Österreich) als einziges EU-Land eine Senkung dieser Steuerbelastung.

Prof. Lorenz Jarass, Wirtschaftswissenschaftler: "Der einzige, der in Deutschland noch nennenswert Steuern und Abgaben bezahlt, ist der deutsche Arbeitnehmer mit normalem Einkommen. Er bezahlt Sozialabgaben, er bezahlt Lohnsteuer und er bezahlt erheblich Verbrauchssteuern.

Es kann nicht sein das Arbeitnehmer die meisten Abgaben zu leisten haben während Unternehmens- und Vermögenseinkommen weiter steigen und weniger belastet werden!

Selten haben deutsche Großaktionäre so hohe Dividenden vereinnahmt wie in diesem Jahr.
Nach einer Rangliste der WirtschaftsWoche auf Basis von Geschäftsberichten, Hauptversammlungsunterlagen und Mitteilungen der Finanzaufsicht BaFin konnten die 50 größten deutschen Dividendenempfänger 2012 in Summe fast drei Milliarden Euro verbuchen. Elf Personen beziehungsweise Familien erzielten dem Bericht zufolge Dividenden oberhalb der 100-Millionen-Euro-Grenze.
Allein die Industriellenfamilie Quandt, die über 46,7 Prozent der BMW-Stammaktien besitzt, kommt gemeinsam auf Bruttodividendenerträge von rund 650 Millionen Euro. Interfamiliärer Spitzenreiter und Anführer der WiWo-Dividendenliste ist Stefan Quandt. Sein Paket an BMW bescherte ihm rechnerisch 240,92 Millionen Euro.
Stefan Quandts Mutter Johanna Quandt belegt mit 231,23 Millionen Euro Platz 2. Seiner Schwester Susanne Klatten brachten die BMW-Aktien 174,46 Millionen Euro, die des Carbonherstellers SGL weitere 3,78 Millionen Euro. Damit steht sie auf Platz fünf der Liste.
http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/rangliste-stefan-quandt-ist-deutschlands-dividendenkoenig/6929590.html
Ein Leiharbeiter bei BMW muss für seinen Hungerlohn hart arbeiten.
Ich bin Billigarbeiter bei BMW
... und baue den 3er in Leipzig für 8,15 Euro die Stunde. Flexibilität oder Lohndumping – die Bedeutung der Zeitarbeit in der Autoindustrie wächst. Im Leipziger BMW-Werk ist jeder dritte Arbeiter nur geliehen. Hier werden Menschen wie Material behandelt. Ein Leiharbeiter packt aus.
http://www.autobild.de/artikel/zeitarbeit-in-der-autoindustrie-220379.html
Insgesamt zehn Verfahren lagen dem Leipziger Arbeitsgericht vor, nachdem BMW zum 1. Januar 2012 gut 1.100 Leiharbeiter in einem bestehenden Arbeitsverhältnis weiter beschäftigen wollte. Der Betriebsrat verweigerte die Zustimmung zu den Arbeitsverträgen mit der Begründung, dass die Beschäftigungsverhältnisse auf Dauer angelegt seien und nicht dazu dienten, Auftragsspitzen abzufedern.http://www.welt.de/newsticker/news3/article108748609/Gericht-entscheidet-im-Streit-ueber-Leiharbeit-zugunsten-von-BMW.html 

Die 60 Milliarden Euro Subventionen – woher kommen die eigentlich, die manche Milliarden schwere Konzerne bekommen. Da gibt es wirklich die unglaublichsten staatlichen Hilfen.

 

Wir hatten eine Zeit, in der Arbeit noch etwas zählte, wo man für seinen Fleiß entlohnt wurde, was heute nicht mehr so ist. Da gibt es Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter entlassen und mit einem neuen Arbeitsvertrag für weniger Lohn wieder einstellen oder über eine Verleihfirma für sich arbeiten lassen. All das spaltet unsere Gesellschaft - und nicht nur das, es fließen auch weniger Gelder in die Sozialkassen. Deshalb müssen die, die noch gut verdienen, immer mehr zahlen und länger arbeiten und bekommen immer weniger an Rente! Es gibt Unternehmer und Konzerne, die sich durch diese Praktiken enorm bereichern, wir haben alleine in Deutschland über 100 Milliardäre, deshalb könnte man vieles machen wenn man nur will.

Firmen nutzen Leiharbeiter laut einer Studie für Lohndumping: Zeitarbeiter bekommen in Unternehmen bei vergleichbaren Tätigkeiten teils nur die Hälfte des Lohns von Stammkräften, berichtet die "FAZ". http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/leiharbeiter-verdienen-weniger-als-stammkraefte-a-823662.html

Zufriedenheit stark gesunken Deutschen vergeht Lust am Job Hohe Arbeitsbelastung, schlechte Bezahlung: Die Deutschen gehen längst nicht mehr so gern zur Arbeit wie vor 25 Jahren. Nur im ehemaligen Ostblock ist man noch unzufriedener http://www.stern.de/wirtschaft/job/zufriedenheit-stark-gesunken-deutschen-vergeht-lust-am-job-1712516.html

Hatte Karl Marx doch recht, als er die zerstörerischen Kräfte der Logik des Profits anprangerte? Das fragen heute selbst gutbürgerliche Zeitungen. Die sozialstaatliche Form kapitalistischer Ökonomie scheint nicht mehr zu halten, was sie versprochen hat. Getrieben durch die Finanzmärkte, so wird beklagt, bringt sie dramatische gesellschaftliche Verwerfungen hervor. Unter dem Druck der öffentlichen Verschuldung und der Eurokrise breiten sich in Europa Arbeitslosigkeit vor allem in der nachwachsenden Generation und prekäre Beschäftigungsverhältnisse  aus, Sozialleistungen fallen der Sparpolitik zum Opfer.